Wenn du in den Wald gehst und dir die Bäume anschaust, siehst du all diese unterschiedlichen Bäume. Einige von ihnen sind gekrümmt, einige sind gerade, einige sind immer grün. Du schaust dir den Baum an und du erlaubst es. Du siehst, warum er ist, wie er ist. Du kannst ungefähr verstehen, dass er vielleicht nicht genug Licht bekam und sich deshalb in eine andere Richtung drehte. Das regt dich nicht auf, du erlaubst das und schätzt den Baum genau so, wie er ist.
In dem Moment, wo du dich unter Menschen begibst, verlierst du all das und urteilst: „du bist zu sehr dies, ich bin zu sehr das….“ Deshalb übe ich, Menschen in Bäume zu verwandeln – was bedeutet, sie genau so wert zu schätzen, wie sie sind.
frei nach Ram Dass
Dieses Zitat ist der Ausgangspunkt des Projektes “Menschen in Bäume verwandeln.” Davon ausgehend gehen wir in die Natur und schauen uns die Bäume an. Wie sind sie? Wo haben sie Verletzungen? Welche Strategien haben sie?
Von da aus erkunden wir mit verschiedenen künstlerischen Techniken und Mischtechniken, die Frage, wie würde ich als Baum aussehen.
Jede*r Mensch ist Künstler*in. Viele vergessen das mit der Zeit im Angesicht von Vorgaben, Bewertungen und Noten. So ist es ist mir wichtig, im Zuge meiner Projekte, den Menschen viele Optionen anzubieten; sie selbst erkunden und ausprobieren zu lassen, welche künstlerischen Zugänge die sind, die sie mit Freude und intrinsischer Motivation erfüllen. Bäume als Motiv bieten einen einzigartigen Zugang, weil sie so unglaublich vielfältig sind und gleichzeitig keine hohen Anforderungen an die künstlerischen Fertigkeiten stellen.
Mit den Bäumen als Abstraktionsebene können Reflektionsprozesse sichtbar gemacht werden.




